Landwirtschaft in Aktion: SAN-Mitglieder fördern Klimaresilienz und regenerative Landwirtschaft (14.-20. September)
- Kommunikation

- 23. September 2025
- 3 Minuten Lesezeit
Von der Schädlingsresistenz bei Maniok bis zur Ökosystemwiederherstellung in Spanien – die Mitglieder des Netzwerks für nachhaltige Landwirtschaft (SAN) zeigten letzte Woche ein starkes gemeinsames Engagement für den Aufbau widerstandsfähiger Agrarsysteme, die Förderung lokaler Innovationen und den Schutz der Rechte von Natur und lokalen Gemeinschaften. Ihre Maßnahmen spiegeln die strategischen Prioritäten des SAN wider: die Unterstützung der Biodiversität, die Stärkung lokaler Gemeinschaften und die Förderung regenerativer, klimaschonender Landwirtschaft.
Ernten schützen, Landwirte stärken
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung rückte in den Mittelpunkt. CABI ging mit wissenschaftlich fundierten Maßnahmen voran und hob die wirtschaftliche Bedrohung des Maisanbaus durch den Herbstheerwurm in Sambia sowie die verheerenden Auswirkungen der Maniok-Braunstreifenkrankheit in ganz Afrika hervor. Ihre Lösung liegt in nachhaltigen biologischen Bekämpfungsmethoden wie Neemöl und Raubmilben. #AgriTech2025CABI warb außerdem für das BioProtection Portal, ein digitales Tool, das Landwirten Zugang zu risikoarmen Alternativen zu chemischen Pestiziden bietet.
Ihre Konsultation in Trinidad und Tobago stärkte die regionale Zusammenarbeit zur Bewältigung phytosanitärer Herausforderungen in Amerika, während ihr Workshop in Nairobi die Notwendigkeit unterstrich, die Forschungskapazitäten Afrikas im Bereich Schädlings- und Krankheitsmanagement auszubauen. Diese Bemühungen stehen im Einklang mit dem Ziel von SAN, naturbasierte Lösungen durch Wissensaustausch und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure zu verbreiten.

Auf dem Weg zur Regeneration: Symbolisches und praktisches Handeln
Die Rainforest Alliance hat ein neues Zertifizierungssiegel für regenerative Landwirtschaft vorgestellt und damit eine stärkere Marktorientierung für Praktiken signalisiert, die den Boden heilen, die Artenvielfalt wiederherstellen und die Klimaresilienz stärken. Die Organisation erzählte außerdem die Geschichte von San José de Guaviare in Kolumbien, wo Kleinbauern, die einst in Konflikte verwickelt waren, nun Wiederherstellung der Wälder durch den Anbau von Amazonasfrüchten ohne Abholzung. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Marktwandel und lokale Verantwortung zusammenwirken können, um nachhaltige ländliche Wirtschaften aufzubauen.

Die Fundación Global Nature hat sich mit dem spanischen öffentlichen Tourismusunternehmen Paradores zusammengetan, um von Bränden betroffene Landschaften auf der Iberischen Halbinsel wiederherzustellen. Sie präsentierten das Landschaftsmanagement nach der Krise als Teil der Ökosystemwiederherstellung und zeigten, wie dies mit lokalem Tourismus verknüpft werden kann, um die Anwohner in den Wiederherstellungsprozess einzubinden.
Die Fundación Pachamama demonstrierte weiterhin, wie regenerative Entwicklung sowohl ökologisch als auch kulturell ist. Pacha EmprendeDas Programm stellte die Mentoren vor, die mit Bio-Unternehmern aus dem Amazonasgebiet zusammenarbeiten, um deren Marken zu stärken. Aromen, die bewahrenDie Initiative verband traditionelle Agroforstwirtschaft mit Gastronomie und Tourismus und stärkte so die angestammten Ernährungssysteme.
Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit in Lieferketten
CottonConnect nahm an einer Sitzung zur integrierten Rückverfolgbarkeit teil und beantwortete wichtige Fragen von Marken, Einzelhändlern und Lieferanten. Zu den diskutierten Themen gehörten GIS-Tagging und digitale Werkzeuge zur Stärkung der Glaubwürdigkeit in Baumwolllieferketten. Die Sitzung betonte, dass regenerative Landwirtschaft nachweisbar sein muss, insbesondere für globale Einkäufer, die verlässliche Nachhaltigkeitsdaten suchen.
Preferred by Nature bezog Akteure aus drei Sektoren ein – Kaffee, Kakao und Reis. Sie stellten aktualisierte Nachhaltigkeitsrahmen vor, kündigten ihre Teilnahme am World Coffee Innovation Summit an und veröffentlichten Risikobewertungen für den ecuadorianischen Kakaosektor, der über 400.000 Bauernfamilien ernährt. Ihre Aktualisierungen zeigten, wie Zertifizierung und Transparenz der Lieferkette Klimaresilienz und ethischen Handel fördern.
Agrarökologie und Interessenvertretung
Die Fundación Natura Colombia stellte auf dem nationalen Ökologiekongress Kolumbiens Strategien zur Stärkung der Bürgerbeteiligung an der Umweltpolitik vor. RAAA Perú lenkte die Aufmerksamkeit auf die Interessenvertretung von Kleinbauern. Auf einem regionalen Agrarökologietreffen tauschten sie praktische Erfahrungen zu Fruchtfolge und traditionellen Anbaumethoden wie dem Anbau von violettem Mais aus. Sie bekräftigten den Ruf nach Ernährungssouveränität, der von ländlichen Gemeinden in den Anden getragen wird.
Fazit: Gemeinsames Handeln für systemischen Wandel
Die Aktivitäten der letzten Woche verdeutlichen die Stärke der Mitgliedsorganisationen von SAN, systemweite Herausforderungen mit lokalen Lösungen anzugehen. Von der Rückverfolgbarkeit von Baumwolle bis hin zur naturnahen Schädlingsbekämpfung – ihre Bemühungen tragen dazu bei, die Landwirtschaft in Richtung Regeneration, Gerechtigkeit und Resilienz zu lenken.
Um darüber informiert zu bleiben, wie das Netzwerk von SAN den Wandel auf allen Kontinenten vorantreibt, folgen Sie unseren Kanälen und erkunden Sie die Initiativen unserer Mitglieder, die die Landwirtschaft zu einem Teil der Lösung machen.




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