Projekthöhepunkte
Geldgeber
Ferrero
Partner-Angebote
Oregon State University, SRUM Agroecología, UPM Universiti Putra Malaysien, Wild Asia
Implementierungsdaten
März 2020
-
Februar 2021
Rohstoffe
Palmöl
Begünstigte
Ölpalmenproduzenten (einschließlich Kleinbauern) und Arbeiter
Über das Projekt
Dieses Pilotprojekt förderte IPM auf Bauernhofniveau und Biodiversitätsschutz im malaysischen Palmöl. Das Team fügte der App Pesticides & Alternatives ein speziell auf Malaysien zugeschnittenes Pesticid-Modul hinzu, untersuchte biodiversitätsfreundliche Praktiken und führte eine Feldzählung von Insekten und Wirtspflanzen durch – wobei sowohl Schädlinge als auch nützliche Arten erfasst wurden. Die Expertenüberprüfung der Ergebnisse klärte lokale Pflanzen-Insekten-Netzwerke und führte zu praktischen Leitlinien: effektive IPM-Praktiken, risikoarme Pestizidsubstitutionen und Lebensraumdesigns (multifunktionale Vegetationszonen) zur Förderung natürlicher Feinde. Zusammen informierten die Ergebnisse eine Erzeuger-Unterstützungsstrategie, um den Pestizid-Fußabdruck im palmengegenden Sektor Malaysiens zu verringern. Die Arbeit wurde von Ferrero unterstützt, das seit 2015 100 % RSPO-zertifiziertes, segregiertes nachhaltiges Palmöl bezieht und unter seiner Palmöl-Charta arbeitet.
Ergebnisse
SAN lieferte ein auf Malaysien zugeschnittenes IPM- und Biodiversitätspaket für Palmölproduzenten – das eine lokale Pestizid- und Alternativen-App, eine Feldbewertung agronomischer/IPM-Praktiken und Pestizidnutzung sowie eine Zählung von Schädlingen und nützlichen Insekten mit ihren Wirtspflanzen kombiniert. Das Pilotprojekt dokumentierte aktuelle IPM- und biodiversitätsfreundliche Praktiken, kartierte die Vielfalt nützlicher Insekten und erstellte einen ersten Entwurf für multifunktionale Vegetationszonen ("Insekten-Food Courts"). Es kategorisierte außerdem Pestizidgefahren und -risiken, empfahl risikoarmere Alternativen für wichtige Schädlinge und Krankheiten und wies Praxislücken mit praktischen Maßnahmen zur Schließung auf – zur Förderung der biologischen Bekämpfung und zur Verringerung von Pestizid-Fußabdrücken auf den Betrieben.

