Landwirtschaft im Einklang mit der Natur: Wie SAN die Biodiversität für eine nachhaltige Zukunft fördert
- Kommunikation

- 22. Mai 2025
- 4 Minuten Lesezeit
Ein Tag zum Nachdenken und Handeln
Am 22. Mai begeht die Welt den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, einen von den Vereinten Nationen ausgerufenen Gedenktag, der das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt schärfen und Maßnahmen zu dessen Schutz anstoßen soll. Das diesjährige Thema lautet:„Sei Teil des Plans: Harmonie mit der Natur und nachhaltige Entwicklung“—entspricht dem Ethos des Sustainable Agriculture Network (SAN): einer Vision, in der die Landwirtschaft zu einer Kraft wird, die den Planeten heilt und gleichzeitig Lebensgrundlagen sichert und Ernährungssysteme gewährleistet.
Wir bei SAN sind überzeugt, dass Biodiversität nicht nur ein Thema des Naturschutzes ist, sondern ein Grundpfeiler einer widerstandsfähigen, regenerativen Landwirtschaft. Angesichts der sich zuspitzenden Polykrise aus Klimawandel, Bodendegradation und Ökosystemzusammenbruch erweist sich Biodiversität als Schutzschild und Lösung zugleich.

Warum Biodiversität in der Landwirtschaft wichtig ist
Die Biodiversität bildet die Grundlage essenzieller Ökosystemleistungen – Bestäubung, Nährstoffkreislauf, Schädlingsbekämpfung und Bodenfruchtbarkeit –, die Landwirtschaft überhaupt erst ermöglichen. Doch konventionelle Landwirtschaftsmodelle haben diese Systeme allzu oft untergraben, Landschaften fragmentiert und Monokulturen gefördert. Der Verlust ist erschreckend: Über eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, und die Ernährungssysteme spielen dabei eine entscheidende Rolle.
SAN arbeitet an der Schnittstelle von Landwirtschaft und Ökologie mit dem Ziel, diese Trends umzukehren, indem Biodiversität in die landwirtschaftliche Produktion integriert wird. Unsere Strategie stimmt eng mit der folgenden überein: Globaler Rahmen für Biodiversität Kunming-Montrealinsbesondere Ziel 10, das eine nachhaltige Bewirtschaftung der Landwirtschaft fordert, um Ökosystemleistungen zu erhalten und die Umweltverschmutzung zu verringern.
SANs Biodiversitätsstrategie: Naturbasiert und auf Landwirte ausgerichtet
Der Strategieplan 2025–2030 von SAN gibt eine ambitionierte Richtung vor: SAN soll zu einem führenden Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen werden. Global Auswirkungen Networkdie eine regenerative, widerstandsfähige und gerechte Landwirtschaft fördert. Zentral für diese Strategie ist unser Ziel, Verbesserung der Biodiversität und der Ökosystemleistungennicht als nachträgliche Überlegung, sondern als entscheidende Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung.
Mit unseren naturbasierten Lösungen und Initiativen unterstützt SAN Landwirte dabei, ihre Betriebe in lokale Biodiversitäts-Hotspots zu verwandeln. Diese Initiative fördert die Integration von Blütenpflanzen, Hecken, Agroforstsystemen und anderer ökologischer Infrastruktur, die Bestäuber und Nützlinge anlocken. Das Ergebnis? Höhere Produktivität, geringere Betriebskosten und artenreichere, widerstandsfähigere Agrarökosysteme.

Von globaler Vision zu lokaler Wirkung
Unser Netzwerk aus 34 Mitgliedsorganisationen ist in über 120 Ländern aktiv und setzt lokale Biodiversitätslösungen um, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Wissen der lokalen Gemeinschaften basieren. In Kolumbien beispielsweise integrieren wir in Zusammenarbeit mit Kaffeebauern einheimische Schattenbäume und eine vielfältige Bodenbedeckung, wodurch Vogel- und Insektenpopulationen gefördert und gleichzeitig die Kaffeequalität verbessert werden. In Indien unterstützen unsere Partner Gewürzproduzenten dabei, den Pestizideinsatz durch die Wiedereinführung von Nützlingen und den Anbau von Mischkulturen zu reduzieren.
Bis 2030 wollen wir die Umwelt wiederherstellen oder schützen. 20.000 Hektar Ackerland durch Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfaltund aktivieren 1.500 Landwirte sollen von naturbasierten Lösungen profitieren, mit besonderem Fokus auf indigene und von Frauen geführte Gemeinschaften.
In Malaysia arbeitet SAN mit Ferrero zusammen, um naturbasierte Lösungen zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts im Ölpalmenanbau zu entwickeln. Gemeinsam mit lokalen Partnern – CABI, UPM und Wild Asia – identifizierte und vermehrte SAN einheimische Pflanzenarten, die eine große Vielfalt an Nützlingen wie Schlupfwespen und Raubwanzen beherbergen. Diese Insekten sind natürliche Feinde wichtiger Ölpalmenschädlinge. Dieser Ansatz reduzierte nicht nur den Bedarf an synthetischen Pestiziden, sondern verbesserte auch die Schädlingsbekämpfung und brachte den Landwirten wirtschaftliche Vorteile durch geringere Produktionskosten und weniger Ernteausfälle.
Durch die Aufwertung von Randhabitaten und Unterholzvegetation konnte das Projekt erfolgreich demonstrieren, dass ökologische Wiederherstellung und landwirtschaftliche Produktivität Hand in Hand gehen können. Im Jahr 2024 wurden diese Innovationen von Kleinbauernparzellen auf Plantagenebene ausgeweitet und etablierten so ein replizierbares Modell für eine biodiversitätsfördernde Palmölproduktion.
Check out the resources we've created über ökologische Insektennetzwerke zur Schädlingsbekämpfung und die Vorteile des integrierten Schädlingsmanagements für malaysische Ölpalmenplantagen
Zusammenarbeit als Weg zur Harmonie
Unser Erfolg beruht nicht nur auf dem, was wir tun, sondern auch darauf, wie wir es tun. Das Modell von SAN lebt von radikaler Zusammenarbeit – über Sektoren, Ökosysteme und Regionen hinweg. Wir bringen NGOs, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Landwirte zusammen. Global Auswirkungen Networkwo Wissen, Innovation und Gerechtigkeit in alle Richtungen fließen.
Unsere programmatische Arbeit mit landschaftsorientierten Ansätzen und die Unterstützung von ESG-Zielen in Unternehmen fördern dieses Ethos und bieten Unternehmen und Regierungen maßgeschneiderte Wege, um Verpflichtungen in Bezug auf Biodiversität und Klimaschutz zu erfüllen und gleichzeitig landwirtschaftliche Gemeinschaften zu stärken.
Ein Aufruf zum Handeln: Werden Sie Teil des Plans
An diesem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt schließen wir uns dem Aufruf des Umweltprogramms der Vereinten Nationen an: Sei Teil des PlansBei SAN laden wir institutionelle Geber, Unternehmensführer, Landwirte und ganz normale Bürger ein, sich uns anzuschließen.
Unterstützen Sie regenerative Landwirtschaft. Investieren Sie in naturbasierte Lösungen. Setzen Sie sich für Ernährungssysteme ein, die Mensch und Umwelt gleichermaßen nähren.
Gemeinsam können wir die Biodiversität nicht nur zu einem globalen Ziel machen, sondern zu einer lebendigen, blühenden Realität auf jedem Bauernhof, auf jedem Feld und in jedem Ernährungssystem.




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