Stärkung lokaler Stimmen für die Regeneration: Ein Weg zu widerstandsfähigen Landschaften
- Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft

- 23. April 2025
- 3 Minuten Lesezeit
Updated: 28. Mai 2025
Die Zukunft von Wäldern und Gemeinschaften hängt davon ab, wie wir unsere Landschaften heute gestalten und verwalten. In globalen Foren wie dem Global Landscapes Forum (GLF)Der Diskurs verlagert sich: vom isolierten Schutz der Natur hin zu ihrer Regeneration durch integrative, gemeinschaftlich getragene Ansätze. Im Rahmen dieses sich entwickelnden Dialogs äußerte sich José Joaquín Campos, CEO des Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft (SAN) und Teilnehmer einer Podiumsdiskussion, zu diesem Thema. Hybridkonferenz GLF Forests 2025: Die nächste Dekade des Handelns gestalten in Bonn hat man einen transformativen Ansatz verfolgt, der die lokalen Akteure in den Mittelpunkt der Landschaftswiederherstellung stellt.
Dieser Der Blog untersucht die Sichtweise von SAN darauf, wie partizipative Regierungsführung, Datendemokratisierung und regenerative Landwirtschaft zusammenwirken, um in verschiedenen Gebieten sinnvolle und nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.
Laden Sie die vollständige Publikation „Empowering Local Stakeholders for Regenerative Landscapes: A Pathway to Resilient Forests and Communities“ von José Joaquín Campos herunter und entdecken Sie die Werkzeuge, Fallstudien und Prinzipien, die Landschaften von Grund auf verändern.

Von oben nach unten: Warum lokale Selbstbestimmung wichtig ist
Allzu oft scheitern Landschaftswiederherstellungsmaßnahmen an nachhaltigen Ergebnissen, weil sie die Menschen, die dem Land am nächsten stehen, ausschließen. SAN plädiert für ein anderes Modell – eines, das die Gemeinden als Mitgestalter von Lösungen in den Mittelpunkt stellt. Eine starke lokale Selbstverwaltung ist keine Ergänzung zur Nachhaltigkeit, sondern eine Grundvoraussetzung.
Projekte wie TerraVivaUnd EntwurfIn Kolumbien gibt es Beispiele für diesen Ansatz. In Planadas entwickelten Kaffeebauern-Gemeinschaften ihre eigene gemeinsame territoriale Agenda durch inklusive Dialoge. In Zona Bananera hingegen wurde der partizipative Ansatz verfolgt. EntwurfDas Tool integriert Satellitendaten mit Erkenntnissen aus der lokalen Bevölkerung, um eine effektivere, lokal verankerte Planung zu ermöglichen.

Regenerative Landwirtschaft: Landschaften heilen, nicht nur erhalten
Regenerative Landwirtschaft geht über traditionelle Naturschutzmaßnahmen hinaus und stellt aktiv geschädigte Ökosysteme wieder her, während sie gleichzeitig die Lebensgrundlagen verbessert. Sie orientiert sich an den Die sieben Prinzipien der Circular Bioeconomy AllianceSAN nutzt diesen Rahmen, um Landschaften zu schaffen, die ökologisch lebendig und wirtschaftlich tragfähig sind.
Von schattigen Agroforstsystemen in Kolumbien bis hin zu integrierten Schädlingsbekämpfungsstrategien in malaysischen Ölpalmenplantagen verbessern regenerative Praktiken die Biodiversität, verringern die Abhängigkeit von schädlichen Betriebsmitteln und unterstützen die langfristige Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe.
Daten demokratisieren mit CMAS
Wissen ist Macht – besonders wenn es im Besitz der Gemeinschaft ist. Gemeindebasiertes Überwachungs- und Qualitätssicherungssystem (CMAS)Vermittelt Landwirten die Möglichkeit, regenerative Praktiken zu dokumentieren, die Nachhaltigkeit zu überwachen und die Daten zur Einhaltung der Vorschriften selbst zu verwalten.
Durch den Einsatz mobiler Tools und georeferenzierter Tracking-Technologien wandelt CMAS das Nachhaltigkeitsmonitoring von einem externen Prüfprozess in ein Instrument für kollektives Lernen und Governance um. In Planadas half dieser Ansatz Hunderten von Landwirten, sich auf Anforderungen an entwaldungsfreie Rohstoffbeschaffung und interne Nachhaltigkeitsziele vorzubereiten – und gleichzeitig lokale Institutionen zu stärken.
Fallstudie herunterladen: Community-basiertes Monitoring- und Qualitätssicherungssystem (CMAS)
Gemeinsame Wirkung durch radikale Zusammenarbeit
Kein einzelner Akteur kann Landschaften im Alleingang regenerieren. Der Weg in die Zukunft erfordert radikale Zusammenarbeitzwischen Regierungen, Unternehmen, der Zivilgesellschaft und vor allem den lokalen Gemeinschaften. Die Partnerschaft von SAN mit der Fundación Natura Colombia veranschaulicht, wie partizipative Regierungsführung, lokal erhobene Daten und adaptive Planung unter Berücksichtigung des lokalen Kontextes skaliert werden können.
Anstelle von hierarchischen Vorgaben setzen diese Methoden auf partizipative Gestaltung und kontinuierliches Lernen. Sie bieten einen Handlungsplan, der so dynamisch ist wie die Landschaften, die er verändern will.
Ein Aufruf zur Regeneration
Die Wiederherstellung von Waldflächen oder die Kartierung von Biodiversitäts-Hotspots reichen nicht aus. Wahre Regeneration bedeutet, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Systeme, die das Leben ermöglichen, von Grund auf neu aufzubauen. Dazu gehört, den lokalen Gemeinschaften nicht nur Mitspracherecht einzuräumen, sondern ihnen auch die Mittel, das Vertrauen und die Befugnis zu geben, ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Das Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft lädt alle Interessengruppen – politische Entscheidungsträger, Geldgeber, Unternehmen und Praktiker – ein, in diese Vision zu investieren. Regenerative Landschaften, die durch gemeinschaftliches Engagement gefördert werden.
Denn die Landschaften, die am besten heilen, sind diejenigen, die von denen geführt werden, die sie ihr Zuhause nennen.



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