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Nachhaltigkeit, einfach erklärt – Der SAN-Der Blog

Praktische Ideen und Beweise zur Heilung von Ökosystemen, zur Stärkung des Einkommens der Landwirte und zur Reduzierung von Emissionen – eine Landschaft nach der anderen.

Wie Mikroorganismen die Pflanzenernährung und die Bodengesundheit fördern können

  • Writer: Eduardo Trevisan
    Eduardo Trevisan
  • 9. Juli 2025
  • 3 Minuten Lesezeit

Updated: 9. September 2025

So wie Menschen eine ausgewogene Ernährung zum Gedeihen benötigen, brauchen Pflanzen die richtige Nährstoffmischung, um zu wachsen, zu blühen und Früchte zu tragen. Diese Nährstoffe stammen aus dem Boden, wodurch ein gesunder Boden die Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft und eine widerstandsfähige Umwelt bildet. Er speichert nicht nur Wasser und recycelt lebenswichtige Nährstoffe, sondern fördert auch die Artenvielfalt und die Klimastabilität.


Der übermäßige und unkontrollierte Einsatz chemischer Düngemittel und Pestizide hat jedoch zu gravierenden Problemen geführt – Nährstoffungleichgewichten, Bodenversalzung, Wasserverschmutzung und erhöhten Treibhausgasemissionen. Hier kommen die Bodenmikroorganismen ins Spiel.


Soil health is an often overlooked but vital resource for agriculture. Despite the widespread use of synthetic inputs, it is more than possible to promote it by relying on nature-based solutions, such as promoting soil biodiversity and relying on the power of microorganisms to facilitate the delivery of important nutrients like nitrogen, potassium and phosphorus to crops.
Die Bodengesundheit ist eine oft übersehene, aber lebenswichtige Ressource für die Landwirtschaft. Trotz des weitverbreiteten Einsatzes synthetischer Düngemittel lässt sie sich durchaus durch naturbasierte Lösungen fördern, beispielsweise durch die Stärkung der Bodenbiodiversität und die Nutzung der Mikroorganismen, um die Zufuhr wichtiger Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor zu den Nutzpflanzen zu erleichtern.

Die Kraft der Mikroorganismen

Gesunde Böden beherbergen eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen, die organische und mineralische Stoffe abbauen, die Nährstoffaufnahme fördern und Pflanzen vor Krankheitserregern schützen. Zu den wichtigsten Mikroorganismengruppen im Boden zählen Bakterien, Pilze, Actinomyceten, Protozoen, Nematoden und Algen. Jede von ihnen spielt eine einzigartige und entscheidende Rolle:


Bakterien

Bakterien, oft als die „Arbeitskräfte“ des Bodens bezeichnet, sind für den Nährstoffkreislauf unerlässlich. Stickstofffixierende Bakterien wie beispielsweise RhizobiumSie bilden symbiotische Beziehungen mit Leguminosen (wie Sojabohnen und Bohnen) und wandeln atmosphärischen Stickstoff in Formen um, die Pflanzen aufnehmen können – wodurch der Bedarf an synthetischen Düngemitteln stark reduziert wird.


Andere freilebende stickstofffixierende Bakterien, wie zum Beispiel Azotobacter, Azospirillum, Bazillus, Und ClostridiumSie unterstützen Getreide und andere Nutzpflanzen. Einige Bakterien wie BazillusUnd Pseudomonashelfen auch dabei, Phosphat zu lösen, während AspergillusUnd BazillusSie helfen dabei, Kalium zu mobilisieren – indem sie diese Nährstoffe aus ihren unlöslichen Formen im Boden freisetzen.


Pilze

Pilze sind die wichtigsten Zersetzer, insbesondere von zäherem organischem Material. Mykorrhizapilze, vor allem arbuskuläre Mykorrhizapilze (AMF), bilden symbiotische Netzwerke mit Pflanzenwurzeln, wodurch die Absorptionsfläche des Wurzelsystems erheblich vergrößert und die Aufnahme von Wasser, Phosphor und Mikronährstoffen verbessert wird.


Pflanzenwachstumsfördernde Rhizobakterien (PGPR)

Bestimmte PGPR, wie zum Beispiel PseudomonasSie helfen nicht nur bei der Nährstofflöslichkeit, sondern produzieren auch Wachstumshormone und unterdrücken Krankheiten, wodurch sie als natürliche biologische Bekämpfungsmittel wirken.


Trichoderma

Diese Pilzgattung wird häufig zur biologischen Bekämpfung bodenbürtiger Krankheitserreger eingesetzt. Sie fördert außerdem das Pflanzenwachstum durch verbesserte Nährstoffaufnahme und erhöhte Stresstoleranz.


Die Vorteile sind real – und messbar.

Der Einsatz mikrobieller Impfstoffe hat ein erhebliches Potenzial zur Steigerung der Pflanzenproduktivität bei gleichzeitiger Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit gezeigt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Impfstoffe die Erträge steigern und den Bedarf an chemischen Düngemitteln um 20–50 % reduzieren können, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.


Zu den Umweltvorteilen gehören:

  • Geringere Treibhausgasemissionen

  • Verringertes Risiko der Wasserverschmutzung

  • Verbesserte Bodenbiodiversität und -gesundheit


The correct and planned application of microbial inoculants from organic matter can be a great support for enhancing plant health in farms and prevent diseases. (Getty Images)
Die sachgemäße und geplante Anwendung mikrobieller Impfstoffe aus organischem Material kann einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Pflanzengesundheit in landwirtschaftlichen Betrieben leisten und Krankheiten vorbeugen. (Getty Images)

Herausforderungen und die Rolle der Integration

Trotz ihres Potenzials sind Mikroorganismen kein Allheilmittel. Die Ergebnisse im Feld können variieren, und die Herstellung und Anwendung mikrobieller Impfstoffe müssen optimiert werden. Daher ist der effektivste Ansatz heutzutage folgender: Integriertes Nährstoffmanagement (INM)Eine Strategie, die organische Substanz, mikrobielle Impfstoffe und den gezielten Einsatz synthetischer Düngemittel kombiniert. Integriertes Nährstoffmanagement (INM) verbessert die Nährstoffeffizienz und reduziert gleichzeitig die Umweltbelastung; es bietet einen ausgewogenen Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.


Ein Beispiel aus der Praxis: Brasiliens pflugloses Anbausystem

Ein eindrucksvolles Beispiel für Mikroorganismen in Aktion ist Brasiliens Direktsaatsystem (DirektsaatsystemDiese Vorgehensweise minimiert die Bodenbearbeitung, lässt Pflanzenreste an der Oberfläche zurück und macht das traditionelle Pflügen vor der Aussaat überflüssig.


Beim Sojaanbau werden beispielsweise die Samen behandelt mit AzospirillumUnd BazillusBakterien. Diese Mikroorganismen siedeln sich mit Pflanzenwurzeln an, entziehen der Luft Stickstoff und stellen ihn den Pflanzen zur Verfügung – wodurch der Bedarf an synthetischen Stickstoffdüngern deutlich reduziert oder sogar ganz vermieden wird. Das Ergebnis? Erhebliche Kosteneinsparungen und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen.


During a farmers' training in the Dota coffee region in Costa Rica, local producers learned about the potential of nature-based solutions to enhance soil health and promote healthy crops. The quality of the soil and the diversity of organisms within it are major factors to evaluate the effectiveness of current farming practices.
During a farmers' training in the Dota coffee region in Costa Rica, local producers learned about the potential of nature-based solutions to enhance soil health and promote healthy crops. The quality of the soil and the diversity of organisms within it are major factors to evaluate the effectiveness of current farming practices.

Abschließend

Die Bodengesundheit wird durch eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen – einschließlich Bakterien – gefördert (Rhizobium, Azospirillum, Bazillus, Pseudomonas), Pilze (AMF, Trichoderma), Aktinomyzeten, Protozoen, Nematoden und Algen – bietet einen vielversprechenden und nachhaltigen Weg für die Pflanzenernährung.


Diese mikroskopisch kleinen Helfer zersetzen organische Substanz, binden Stickstoff, lösen wichtige Nährstoffe, produzieren Wachstumshormone, bekämpfen Krankheiten und verbessern die Bodenstruktur. Obwohl weiterhin Herausforderungen bestehen, beweisen erfolgreiche Systeme wie die brasilianische Direktsaat, dass Mikroorganismen den Einsatz chemischer Mittel reduzieren und spürbare Umweltvorteile bringen können.


Durch die Anwendung des integrierten Nährstoffmanagements können wir die Kraft der Biologie nutzen, um den Planeten nachhaltig und effektiv zu ernähren.

 
 
 

Bemerkungen


Lernen, Handeln, Teilen

Kurze Notizen darüber, was in der nachhaltigen Landwirtschaft funktioniert und wie man daran teilhaben kann.

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