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Nachhaltigkeit, einfach erklärt – Der SAN-Der Blog

Praktische Ideen und Beweise zur Heilung von Ökosystemen, zur Stärkung des Einkommens der Landwirte und zur Reduzierung von Emissionen – eine Landschaft nach der anderen.

Das TerraViva-Programm: Ein Modell für bäuerlich geführtes, nachhaltiges Territorialmanagement

  • Writer: Sustainable Agriculture Network
    Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft
  • 22. Mai 2024
  • 4 Minuten Lesezeit

The TerraViva Program, implemented in the Planadas Municipality of Colombia’s Tolima Department, stands as an exemplary model of farmer-led sustainable territorial management. This initiative, funded by the UK government agency DEFRA's Global Centre on Biodiversity for Climate (GCBC), leverages the collective strength and knowledge of local farming communities to create a holistic and sustainable approach to land management. By fostering participatory methods and emphasizing community involvement, TerraViva demonstrates how farmer-led initiatives can effectively address environmental, economic, and social challenges.



Partizipativer Ansatz und Einbindung der Gemeinschaft

Das Herzstück des TerraViva-Programms ist sein partizipativer Ansatz, der sicherstellt, dass die Stimmen und Perspektiven der lokalen Landwirte integraler Bestandteil des Entscheidungsprozesses sind. Das Programm nutzt Instrumente wie die Wertschätzende Erkundung (Appreciative Inquiry) und das Community Capitals Framework (CCF), um die Gemeindemitglieder in die Identifizierung ihrer Stärken und Ressourcen einzubinden. Dieser Ansatz stärkt nicht nur die Position der Landwirte, sondern fördert auch ein Gefühl der Eigenverantwortung und des Engagements für nachhaltige Landbewirtschaftungsmethoden.


In der Anfangsphase des Programms wurden umfangreiche Daten durch Fokusgruppendiskussionen, Interviews mit Interessengruppen und partizipative Kartierungsmethoden erhoben. Diese Daten ermöglichten ein umfassendes Verständnis des lokalen sozioökonomischen und ökologischen Kontextes, das für die Entwicklung einer gemeinsamen territorialen Agenda (CTA) von entscheidender Bedeutung war. Durch die Einbindung der Landwirte in jeden Schritt des Prozesses stellt TerraViva sicher, dass die entwickelten Strategien praxisnah, kulturell angemessen und auf die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinschaft zugeschnitten sind.


Integriertes Landschaftsmanagement

Der integrierte Landschaftsmanagementansatz von TerraViva berücksichtigt die Wechselwirkungen verschiedener Landnutzungen und die Bedürfnisse der Interessengruppen in der Region. Ziel dieser Methode ist es, das Wohlergehen ländlicher Gemeinschaften mit der Gesundheit ihrer Umwelt in Einklang zu bringen, Synergien zu optimieren und Zielkonflikte zu minimieren. So fördert das Programm beispielsweise Agroforst- und Waldweidesysteme, die Bäume und Nutztiere in die Agrarlandschaft integrieren. Diese Praktiken erhöhen die Biodiversität, verbessern die Bodengesundheit und bieten Landwirten zusätzliche Einkommensquellen.


Das Projekt unterstreicht zudem die Bedeutung des Erhalts natürlicher Ressourcen und der Verbesserung von Ökosystemleistungen. Durch die Anwendung nachhaltiger Praktiken wie Fruchtwechsel, ökologischer Landbau und Wasserschutz können Landwirte die Produktivität ihrer Böden erhalten und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck verringern. Dieser ganzheitliche Ansatz im Landschaftsmanagement stellt sicher, dass landwirtschaftliche Aktivitäten positiv zum lokalen Ökosystem beitragen, anstatt es zu schädigen.



Entwicklung einer gemeinsamen territorialen Agenda (CTA)

Ein bedeutender Erfolg des TerraViva-Programms ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die nachhaltige Entwicklung des Gebiets (CTA). Diese Strategie entstand durch einen partizipativen Ansatz, bei dem sich die Gemeindemitglieder aktiv an Workshops und Diskussionen beteiligten, um zentrale Prioritäten und Strategien zu erarbeiten. Die CTA integriert Ziele in den Bereichen Klimaanpassung, Biodiversitätserhaltung und sozioökonomische Entwicklung und gewährleistet so einen ausgewogenen und nachhaltigen Ansatz für die Landnutzung.


Ein herausragendes Merkmal des CTA ist sein Fokus auf Inklusion und Gleichberechtigung. Das Programm erkennt die Bedeutung der Stärkung marginalisierter Gruppen wie Frauen und Jugendlicher an, indem es ihnen Möglichkeiten zur Teilhabe an Entscheidungsprozessen und zur Übernahme von Führungsrollen bietet. Diese Inklusivität gewährleistet, dass die Vorteile einer nachhaltigen Landbewirtschaftung allen Mitgliedern der Gemeinschaft gleichermaßen zugutekommen.


Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft

Das TerraViva-Programm stärkt die Widerstandsfähigkeit von Landwirtschaftsgemeinschaften, indem es deren Fähigkeit zum Risikomanagement und zur Anpassung an veränderte Bedingungen fördert. Durch Schulungen und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau lernen Landwirte nachhaltige Anbaumethoden, Risikomanagementstrategien und innovative Anbautechniken kennen. Dieses Wissen versetzt sie in die Lage, wirksame Lösungen umzusetzen, die ihre Produktivität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Herausforderungen wie dem Klimawandel und Marktschwankungen verbessern.


Darüber hinaus erleichtert das Programm den Zugang zu Finanzmitteln und Ressourcen und ermöglicht es Landwirten, in nachhaltige Technologien und Infrastruktur zu investieren. Durch die Nutzung gemeinschaftlicher Aktionen und lokaler Netzwerke unterstützt TerraViva Landwirte dabei, Fördermittel und Unterstützung aus verschiedenen Quellen zu sichern, darunter staatliche Programme, gemeinnützige Organisationen und Initiativen für nachhaltige Finanzierung.



Konsortium von Organisationen

The success of the TerraViva Program is also attributed to the strong consortium of organizations involved. The Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft (SAN), Fundación Natura, the Inter-American Institute for Cooperation on Agriculture (IICA), and the Alliance of Bioversity International and CIAT have all played pivotal roles. These organizations bring diverse expertise and resources to the table, ensuring a comprehensive approach to sustainable land management. Their collaboration fosters innovation and the sharing of best practices, which are critical for the program's success.


Ergebnisse und Auswirkungen

The TerraViva Program's impact is already evident in the communities it serves. By developing a CTA, the program has created a roadmap for sustainable development that addresses local needs and priorities. The participatory approach has strengthened community bonds and increased trust in collective action. Farmers are now better equipped to manage their lands sustainably, leading to improved environmental health and economic stability.


Additionally, the program's focus on education and capacity building has empowered farmers to continue innovating and adapting to new challenges. This ongoing learning process ensures that the benefits of TerraViva will be sustained long after the project's initial phase is completed.


Das TerraViva-Programm ist ein Beispiel dafür, wie von Landwirten getragene Initiativen nachhaltiges Territorialmanagement erfolgreich fördern können. Durch seinen partizipativen Ansatz, das integrierte Landschaftsmanagement, die Entwicklung einer gemeinsamen Territorialagenagenda und den Fokus auf die Resilienz der Gemeinschaften bietet TerraViva ein übertragbares Modell für andere Regionen, die eine nachhaltige Landwirtschaft anstreben. Dieses Programm unterstreicht die Bedeutung der Stärkung lokaler Gemeinschaften und der Nutzung ihres Wissens und ihrer Stärken für eine nachhaltige und prosperierende Zukunft.



Wir laden Sie ein, unsere weiteren Der Blogbeiträge zu lesen, um mehr über nachhaltige Landwirtschaft und ihre Vorteile zu erfahren. Ihre Kommentare und Anregungen sind uns wichtig. Teilen Sie uns Ihre Gedanken unten mit und beteiligen Sie sich an der Diskussion darüber, wie wir alle zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen können.

 
 
 

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